die fabric
Geschichte
Zwischen Klostermauern und Flussläufen, Handwerkstradition und städtischer Erneuerung: Das St. Alban-Tal erzählt von Jahrhunderten Basler Geschichte – und schreibt sie fort.
Mitten darin steht «die fabric» - ein Haus, das Vergangenheit und Zukunft auf besondere Weise verbindet. Über die Jahrhunderte ein Ort der Papierherstellung, des Buchdrucks und der Seidenbandfärberei – heute ein Haus für modernes Arbeiten und Wohnen in historischer Umgebung.

1477 — 1839
Papierherstellung und Druck
An diesem Ort begann die Geschichte industrieller Handwerkskunst in Basel: Hier wurde bereits im späten Mittelalter Papier hergestellt – ein Fundament für die spätere kreative und wirtschaftliche Nutzung des Gebäudes.
1477 wird erstmals eine „Papierhencke“ erwähnt, in der alte Textilien zu feinem Papier verarbeitet wurden. Im 18. Jahrhundert erreichte die Papierproduktion und der Druck unter Johann Christoph Im Hof ihren Höhepunkt.



1840 — 1929
Seidenbandfabrikation
Mit der Industrialisierung wandelte sich das Gebäude zu einem Ort mechanisierter Produktion – Seidenbänder und andere Waren verliessen die Räume der ehemaligen Papierfabrik.
1839 übernahm der Seidenbandfabrikant Christoph Heinrich Sieber-Bischoff die Liegenschaft. In den folgenden Jahrzehnten entstanden markante Aufstockungen und 1868 ein Maschinenhaus mit Hochkamin, das die industrielle Nutzung deutlich verstärkte. Die Kombination aus Produktion und Wohnraum für Arbeiter spiegelte den urbanen Wandel des Quartiers wider.



1940er – 2021
Zwischennutzungen mit Ateliers und Wohnungen, später Umbau zum Bürogebäude
Nach dem Niedergang der Textilindustrie fanden im Haus Handwerker, Künstler und Kreative ihre Räume. Mit dem Engagement der Christoph Merian Stiftung wurde das zuvor heruntergekommene St. Alban-Tal in den 1980er-Jahren behutsam saniert und schrittweise aufgewertet.
Das Gebäude selbst entwickelte sich zum Standort eines Pharmaunternehmens. Anfang der 90er-Jahre erfolgte ein umfassender Umbau; die historische Fassade mit ihren Inschriften und der ursprünglichen Farbgebung wurde dabei renoviert.




ab 2025 – die fabric
ein Haus für kreatives Arbeiten und Serviced Living
Ab 2025 beginnt nach einem umfassenden Umbau ein neues Kapitel in der langen Geschichte des Hauses. Neues Leben zieht in "die fabric" ein – Transformation verstanden als Weiterentwicklung des Bestehenden.
Wo einst industriell produziert wurde, findet heute kreatives Arbeiten und hochwertiges Wohnen seinen Platz. Die industrielle Herkunft bleibt lesbar und wird Teil einer neuen urbanen Gegenwart – ein Haus, das seine Geschichte nicht nur bewahrt, sondern weiterschreibt.



